Hurrikans können zwischen. Juni und Oktober in der Karibik auftreten, besonders im August und September. Hurrikans entstehen wenn die Oberflächentemperatur des tropischen Atlantiks über längere Zeit 27°C beträgt und sich ein lokales Tiefdruckgebiet mit hoher Thermik entwickelt. Weil die warme und feuchte Luft nach oben steigt und die von den Seiten nach strömende kältere Luft sich erwärmt, geraten die vertikalen Luftmassen durch die Erddrehung und den Sog der aufsteigenden warmen Luft in Rotation. Die Hurrikans beginnen zu wandern und können dabei Rotationsgeschwindigkeiten bis zu 300km/h erreichen. Sie entstehen meistens an der Westküste Afrikas und können auf ihrer Wanderung Durchmesser von 100- 1500 km erreichen. Bei einem Hurrikan sind die Küstengebiete am schlimmsten betroffen, da der Hurrikan seine Energie aus der feucht warmen Luft des Meeres zieht. Je weiter der Hurrikan ins Landesinnere zieht um so schwächer wird er, weil der Nachschub an feutwarmer Luft fehlt. Dabei kann zu tagelangen Stürmen mit viel Regen kommen wobei teilweise Landstriche überflutet werden. Obwohl die meisten Hurrikans an Jamaika vorbeiziehen, wird auch Jamaika leider hin und wieder heimgesucht. Es gibt unter den Einheimischen ein Sprichwort: June too soon, Juli stand by, August one must, September remember, October all over. Die verheerendsten Folgen hatte 1988 der Hurrikan „Gilbert“, mit fast 100 Toten, vielen Verletzten und ca. 500000 Obdachlosen. „Gilbert“ hatte nahezu die ganze Insel verwüstet, besonders aber die Hauptstadt Kingston und die östlichen Landesteile. Die Jamaikaner haben im Umgang mit Stürmen Routine, alle Medien informieren über den aktuellen Stand und informieren über die erforderlichen Maßnahmen und Verhaltensregeln. In den Hotels sind bei Gefahr Evakuierungspläne und Fluchtrouten zu erhalten.
Jamaika gehört genau wie die anderen Karibischen Inseln zu den von Erdbeben bedrohten Gebieten. Wissenschaftler gehen davon aus, dass sich die Karibische Erdplatte auf dem darunterliegenden Erdmantel bewegt, wie auch die Nord- und Südamerikanischen Kontinentalplatten. Durch das aneinander Reiben, sich übereinander schieben oder auseinander driften der Platten entstehen Spannungen die sich in Erdbeben niederschlagen. Besonders schlimme Auswirkungen haben Erdbeben in Küstenregionen, wo sich nach einem Erdbeben meist eine Tsunami (Sturmflut) bildet. Tsunamis werden von einem beträchtlichen Wasserrückgang an der Küste angekündigt. Man sollte sich auf höher gelegene Gebiete (einen Hügel) begeben und sich keines keinesfalls dem Strand nähern um sich das Naturschauspiel anzusehen. Denn wenn man die bis zu 8 Meter hohe Welle sieht ist es zu spät um sich in Sicherheit zu bringen. Das letzte größere Erdbeben (5,1 auf der Richter-Skala) war 1993 in Kingston und Umgebung, wobei die verursachten Schäden relativ geringfügig waren. 1692 hingegen wurde Port Royal(damalige Piratenhochburg)von einem schweren Erdbeben und einer nachfolgenden Tsunami heimgesucht und mit seinen Bewohnern ins Meer gespült.